Technologie-Audits für SHS Ventures

Technologie Audits
Die Investition in ein neues Geschäftsfeld abseits der eigenen Kernkompetenzen erfordert unternehmerische Weitsicht und bringt auch immer Herausforderungen mit sich – welche Kompetenzen werden gefordert sein, gibt es eine Investitionsstrategie (Equity vs. Buy-and-Build Invest), wie nachhaltig ist das neue Geschäftsmodell? Unser Kunde SHS Ventures stellt sich als strategischer Risikoinvestmentarm der saarländischen SHS-Gruppe tagtäglich diesen Fragestellungen und greift für die Bewertung von (IT-) technologischen Fragestellungen auf die Expertise von digatus zurück.
Kunde: SHS Ventures Steel GmbH

Mit der SHS Ventures Steel GmbH, einem Joint Venture der VSE AG und SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH, wird für die SHS Gruppe das Ziel der Weiterentwicklung als technologisch führendes Unternehmen und der Verlängerung der Wertschöpfungskette durch neue Geschäftsfelder innerhalb der Gruppe verfolgt.

Die SHS – Stahl-Holding-Saar – ist eine operative Managementholding, die als Aktionärin der beiden Stahlunternehmen AG der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) und Saarstahl AG, zentrale Stabsfunktionen für beide Unternehmensgruppen übernimmt. Beide Stahlunternehmen, die zu den größten Arbeitgebern im Saarland gehören und ca. 14.000 Arbeitnehmer beschäftigen, sind langjährig am Markt etabliert und weltweit führend in ihrem jeweiligen Branchensegment.

„Durch die Zusammenarbeit mit digatus erhalten wir vor Durchführung unserer Investments einen umfassenden Einblick in die Technologiestrukturen möglicher Beteiligungen. Das hat sich zu einem essentiellen Bestandteil des Due-Diligence Prozess entwickelt, um das Start-up richtig einschätzen und eine faktenbasierte Entscheidung treffen zu können.“

Andreas Herzig – Geschäftsführer, SHS Ventures Steel GmbH

Ausgangssituation und Herausforderung

Als Corporate-Venture-Capital-Gesellschaft investiert SHS Ventures europaweit in junge, meist technikorientierte Unternehmen, mit Bezug zu heutigen und zukünftigen Geschäftsfeldern der saarländischen SHS-Gruppe. Mit den Beteiligungen wird deren Marktfähigkeit getestet. Hierbei können die in den Fokus genommenen Start-ups entweder auf Grund von strategischen Aktivitäten in den operativen Einheiten identifiziert werden (Komplementärprodukte und ­leistungen), oder aber auch über einen separat dazu laufenden Scoutingprozess. In letzterem werden Unternehmen am Markt identifiziert und bei einem gegenseitigen Interesse der Beteiligung wird ein klassischer Due-Diligence Prozess durchlaufen.

Neben den finanziellen Aspekten der Beteiligung oder Transaktion geht es für SHS Ventures ins­besondere darum, ob das Geschäftsmodell der häufig noch sehr jung am Markt befindlichen Unternehmen langfristig tragbar ist und das Produkt oder die Lösung den Anforderungen und Vorstellungen bezogen auf Wachstum und Skalierung erfüllen kann.

Hierbei spielt insbesondere die IT bzw. Technologie eine entscheidende Rolle, da die überwiegende Mehrheit der Beteiligungen sich im Bereich der digitalen Lösungen befindet (Softwareprodukte, Software und Dienstleistung etc.) und deren Beitrag zur Unternehmensleistung auf dem Weg zum Zielergebnis zu bewerten und kritisch hinterfragen ist. An dieser Stelle greift SHS Ventures auf die Leistungen von digatus zurück, die in der Kombination aus Due-Diligence-, Technologie- und Marktverständnis den Prozess beratend begleitet.

Lösung

Primäre Herausforderung der Due-Diligence ist es, sicherzustellen, dass die Technologie-Leistungen der Start-ups auch inhaltlich und strukturell das leisten, was die Gründer in ihrem Pitch versprechen. Hierzu arbeitet digatus mit einem klar strukturierten Hands-On Prozess. Dort werden die wichtigen Aspekte mit einem standardisierten Vorgehen abgedeckt. Gleichzeitig wird aber auch die Situation der auditierten Firmen berücksichtigt (ggf. junges Gründerteam, wenig Prozesse und Strukturen etc.):

Durchsicht und Bewertung der Unterlagen des Datenraums:
Sofern vorhanden, werden die bereitgestellten Informationen des Datenraums vorab gesichtet und ein initiales Bild des Unternehmens erstellt. Hierbei spielen sowohl Informationen und Aussagen zu historischen Daten (bisherige Entwicklungspläne, Projektabläufe, Patente und Lizenzen) wie auch in die Zukunft gerichtete Themen (Skalierungsfähigkeit, Technologie-Stack, Entwicklungs-Backlog etc.) eine entscheidende Rolle. Gerade bei Software-Produkten gilt es Risiken in Form von GPL Lizenzen und ähnlichem zu bewerten und analysieren und den bisherigen Umgang des Unternehmens damit.

Übermittlung eines Fragenkatalogs:
Nach Erhalt des ersten Überblicks aus dem Datenraum wird dem Start-up ein Fragenkatalog zur Verfügung gestellt. Dieser berücksichtigt die jeweiligen Spezifika des Unternehmens sowie des Geschäftsfelds und fokussiert sich auf die technologischen Aspekte und daran geknüpften Abhängigkeiten.

Vor-Ort-Workshops:
Ist der Fragenkatalog beantwortet, findet im Anschluss daran ein Vor-Ort-Workshop mit dem Unternehmen und insbesondere den Technologierelevanten Personen (CTO, Head of Development, Software-Entwickler generell etc.) statt. Ggf. ausstehende Unklarheiten des Fragenkatalogs werden dabei besprochen und analysiert. Daraufhin wird zudem die Technologie in Form von Code-Reviews, Einzelinterviews von relevanten Personen, Produktdemonstrationen, Sprint-Reviews oder ähnlichen Aktivitäten im Detail betrachtet.

Business-Plan Review:
Nach Sammlung aller vorherigen Informationen, werden diese anschließend mit dem im Rahmen der Due-Diligence vorgelegten Business-Plan verglichen und eventuelle Auswirkungen der vorherigen Detailarbeitet bewertet.

Abschließend zu den durchgeführten Tätigkeiten wird ein Audit-Report erstellt, der alle identifizierten Themenpunkte bewertet und mögliche Risiken aufzeigt. Diese Risikobewertung beinhaltet auch mögliche Gegenmaßnahmen sowie Auswirkungen auf den Business-Plan. Typische Fallstricke können Know-how-Monopole einzelner Mitarbeiter sein. Vielleicht benötigt ein Team auch zusätzliche Unterstützung zur realistischen Erreichung der Ziele (Entwicklungskapazitäten oder Know-how). Möglicherweise existieren Risikofaktoren in der technologischen Umsetzung oder den Architekturentscheidungen, welche ggf. späteres Wachstum ohne vorherige Gegenmaßnahmen verhindern. Manchmal fehlen aber auch bestimmte Prozesse, um einen stabilen Betrieb sicherzustellen. Durch die Erfahrung im Bereich der Technologie- und Softwareentwicklung gibt digatus in diesen Situationen wertvolle Hinweise und hat dabei auch die jeweiligen Betriebsumgebungen sowie die Verfügbarkeit und Skalierungsfähigkeit im Blick.

Kundennutzen

Für SHS Ventures können durch ein umfangreiches Technologie-Audit der Zielunternehmen die möglichen Risiken des Investments bezüglich technologischer Stabilität, Skalierungsfähigkeit, Betriebsprozessen und Know-how deutlich reduziert werden. Wo notwendig lassen sich mit den Gründern der Start-ups gemeinsam Roadmaps und Verbesserungskonzepte entwickeln, um einmal die Leistungen des Unternehmens zu verbessern und ggf. zu stabilisieren, als auch gleichermaßen sicherzustellen, dass die Technologie ihren erwarteten Beitrag zur Wertsteigerung des Investments beiträgt.

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Carl-Friedrich Heintz

Als Mitgründer und Vorstandsmitglied verantwortet Carl-Friedrich Heintz die Unternehmensentwicklung von digatus maßgeblich, insbesondere in den Schwerpunktthemen Portfolioentwicklung, Marktentwicklung und anorganisches Wachstum durch M&A Akquisitionen. Mit über 20 Jahren Erfahrung im IT Umfeld ist er Sparringspartner in Beratungsprojekten mit dem Fokus auf Transformation durch IT M&A mit Carve-Outs und Post-Merger-Integrationen, Betriebs- und Geschäftsmodellveränderungen sowie Weiterentwicklung der technologischen Wertschöpfungskette und strategischer (Re-)Positionierung von IT Organisationen.

Carl-Friedrich auf LinkedIn

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